Michi Schlett

6 April 2008

Querschnitt-nicht nur ein Querschnitt durchs Rückenmark, durchs ganze Leben.

Geschrieben von Michi Schlett in Allgemein

Als ich Anfang November 07 die Bavaria Klinik in Kreischa zu Gunsten der Dresdner Frauenklinik verließ, war ich eine Erstrehabilitantin, ein ganz frischer “Queri”, der in vielerlei Hinsicht auf die Hilfe und Unterstützung der Schwestern angewiesen war. Ich stand damals  am Anfang meiner Reha, die jedoch durch die fortschreitende Schwangerschaft nicht mit so großen Schritten voran ging. 

Nun kehre ich, dünner:-), relativ selbstständig und im Stande mich allein, um meine mittlerweile 12 Wochen alte,  Tochter zu kümmern, zurück. Ich bin bereits in der Lage viele, noch nicht alle Dinge des Alltags selbst zu bewältigen. Doch es gibt dennoch noch viel zu lernen und üben; weitaus schwierigere Angelegenheiten sind nun zu regeln; Wohnungssuche, Wohnungsanpassung und Umzug, Jobsuche, Kinderbetreuung und Erziehung:-) zurückkehren in ein selbstständiges, neues Leben.Hinaus aus der “heilen Welt” der Reha-Kliniken, hinein ins richtige, leider nicht ganz so barrierefreie Leben.

 Ich bin voller Tatendrang…für den letzten Schlif.

Noa hat bereits ihren ersten Hockeyschläger bekommen. Danke Schön nochmal an Familie Falk Heßler.

Die Löwinnen starten mit 3 von 6 möglichen Punkten in die Rückrunde der Feldhockeysaison 07/08. Ich freu mich für Euch Mädels und Noa hat kräftig für Euch gebrüllt.

Eure Michi

6 April 2008

Back on top, auf dem Klinikberg in Kreischa.

Geschrieben von Michi Schlett in Allgemein

30.April 2008 

Liebe Besucher, Freunde, Bekannte,…

Zurück in der ostsächsischen Idylle. Nur Vogelgezwitscher und die Glocken des Kreischaer Kirchturms erfüllen die Ruhe hier in der Bavaria Klinik Kreischa.

Nach nun mehr 3 Monaten möchte ich mich endlich zurück melden hier auf meiner Seite. Ich bitte um Entschuldigung, dass ich all die interessierten Leser so lange im Unklaren über mein Verbleiben gelassen habe.Aber die letzten 3 Monate sind wie im Flug vergangen. Nun ist meine kleine Zaubermaus schon richtig groß, ( kommt bald zur Schule, hi,hi) und handfest und fährt auf meinem Schoß sitzend mit mir durch die Gegend.Noa Sophie gedeiht prächtig und ist ein super pflegeleichtes Kind die alle um den Finger wickelt mit Ihrem Lächeln. Wir verstehen uns prima und kommen super miteinander zurecht und es klappt alles gut.Sie hat die ersten Wochen Ihres Lebens schon viel erlebt und ist mit mir gemeinsam schon ganz schön herum gekommenJ

Doch ich will von vorn beginnen.

Nach der gelungenen natürlichen Geburt von Noa und der reizenden Betreuung durch das Team der GYN S 1 und den üblichen 3 Tagen Wochenbett-Station und erfreulichen ersten beiden U-Untersuchungen haben wir die Dresdner Uni-Frauenklinik in Richtung Leipzig verlassen um endlich mal wieder heimatlichen Boden zu „betreten“ und familiäres Umfeld ( seit Ende August 2007) zu genießen.

Dabei konnte ich auch das neu gestaltete elterliche Heim begutachten. Es ist ganz toll geworden. An dieser Stelle ein riesen Danke Schön an alle Helfer, Handwerker, meinen großen Bruder, Freunden, Nachbarn für die Unterstützung beim Wiederaufbau, für die tollen Ideen, die unkomplizierte und spontane Hilfe die meiner Familie in der chaotischen und schweren Zeit zu teil wurde.Doch mein Aufenthalt bei den stolzen Großeltern sollte natürlich nur ein Zwischenstop sein, da ich ja noch einiges an Rehabilitation vor mir hatte und habe und nun ohne dicken  Schwangerschaftsbauch auch richtig loslegen wollte.

Meine nächste Station wurde das Bergmannstrost in Halle/S., wo einige, zuvor unmögliche, weil in der Schwangerschaft zu riskante, Untersuchungen durchgeführt werden konnten. Daraus resultierte die Empfehlung, mich erneut an der Wirbelsäule zu operieren. Ich wurde Neuinstrumentiert, mit dem Ziel eine größere Beweglichkeit, Schmerzfreiheit und somit Mobilität im Rollstuhl zu erreichen. Leider folgen der OP 3 Wochen Schonfrist, d.hieß keinerlei Belastung der Rückenmuskulatur; E-Rolli fahren; RuheL. In den  mir schließlich, nach Ablauf der Schonung, noch verbliebenen 2 Wochen im Bergmannstrost konnte ich mich dann wieder voll ins Training stürzen und mich wieder zurück kämpfen auf den KG-Matten, im Schwimmbad und auf RollstuhlparcoursJ.

Noa hat unterdessen das Pflegepersonal und die Mitpatienten und Therapeuten entzückt und für Abwechslung und Sonnenschein auf der RM 1 gesorgt. Vielen Dank an das gesamte Team der RM 1 für die tolle Zeit bei Euch.Um mir nun den „letzten Schlief“  zu holen, bin ich nun zurück gekehrt in die mir bekannte Umgebung nach Kreischa, wobei wir nun zu 2 angereist sind und ein nettes kleines Zimmer zur Sonnenseiten beziehen konnte. Ich bin sehr gespannt, wie wir die Zeit nutzen können und ob wir alles gut unter einen Hut bekommen werden.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die mir Ihre Glückwünsche ob per Post oder Mail zur Geburt haben zukommen lassen. Ich habe all Eure lieben Karten und Zeilen erhalten, doch bitte seid mir nicht böse, dass ich mich noch nicht persönlich gemeldet habe. So ein Tag mit so einem kleinen Wurm ist ja gar nicht mehr planbar und vieles was man sich vor nimmt fällt dann der Sorge ums Kind zum Opfer. Natürlich ist es kein Opfer! Es ist ein kleines Wunder und es gibt mir so viel Kraft und Freude. Ich denke Ihr habt alle Verständnis dafür b.z.w. kennt es alle selbst, wie es dann so ist. Eigentlich könnte ich auch den ganzen Tag mit Noa spielen, Schmusen, herum albern ect..

Doch wir haben viel vor und wollen bald gemeinsam “zurück ins Leben“!!

 Ich freue mich natürlich über Neuigkeiten aus der ganzen Welt.

Mit ganz lieben Grüßen verbleibe ich zunächst und versuche nun in etwas kürzeren Abständen aus Kreischa von meiner Reha hier zu berichten. 

Eure Michi &NoaS  

www.bavaria-klinik.de

Michaela Schlett

Bavaria Klinik Kreischa

Klinik 2/Station 22

01731 Kreischa